Bergisches Digitalwerk
Webdesign7 Min. Lesezeit·20. Mai 2026

Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort.

1.000 € oder 20.000 €? Beides ist möglich — und keines ist automatisch besser oder schlechter. Was den Preis wirklich ausmacht, und wann sich was lohnt.

Wer zum ersten Mal eine Website anfragen will, stößt schnell auf ein Problem: Die Angebote liegen zwischen 500 € und 50.000 €. Und irgendwie klingt alles plausibel. Hier ist, was wirklich dahinter steckt.

500–1.500 €
Baukastensysteme
Wix, Squarespace, eigene Themes
3.000–8.000 €
Individuelle Website
Freelancer, kleines Studio
15.000–50.000 €
Agentur-Projekt
Mit Team, Strategie, Workshops

Diese Zahlen sind kein Geheimnis. Die Frage ist: Warum gibt es diesen Unterschied — und welche Kategorie passt zu dir?

Was eine Website wirklich kostet — in Arbeitszeit

Eine einfache Website für ein Dienstleistungsunternehmen: Startseite, Leistungen, Über mich, Kontakt. Vier Seiten. Klingt klein. Aber dahinter stecken: Briefing, Konzept, Texte (oft unterschätzt), Design, Umsetzung, Optimierung für Mobilgeräte, Ladezeiten, SEO-Grundlagen. Realistisch: 30–60 Stunden Arbeit. Bei einem Stundensatz von 80–120 € — typisch für einen erfahrenen Freelancer — sind das 2.400–7.200 €.

Warum gibt es dann Angebote für 800 €?

Weil der Anbieter ein vorgefertigtes Template nimmt, deinen Text einfügt und das war's. Das kann ausreichen — aber du kaufst kein Handwerk, du kaufst eine Vorlage mit deinem Logo drauf.

Die 4 Faktoren die den Preis wirklich bestimmen

  • Individualität: Template vs. komplett maßgeschneidert — der größte Hebel
  • Texte: Wer schreibt? Viele Angebote meinen 'ohne Text'. Das ist versteckter Aufwand.
  • Funktionen: Kontaktformular ist Standard. Buchungssystem, Shop, Mitgliederbereich — jede Funktion kostet.
  • Wer macht's: Junior-Freelancer vs. Senior-Entwickler vs. Agentur mit PM und Design-Team

Die billigste Website ist nicht die, die am wenigsten kostet. Es ist die, die am schnellsten Anfragen bringt.

Wann reicht ein Baukasten?

Ganz ehrlich: Öfter als du denkst. Wenn du gerade startest, dein Angebot noch nicht ganz klar ist, oder wenn deine Kunden ohnehin hauptsächlich über Empfehlungen kommen — dann ist Squarespace oder Wix für 20 € im Monat eine vernünftige Übergangslösung. Besser eine einfache Website die online ist als eine perfekte die du planst.

Wann reicht ein Baukasten NICHT?

Wenn Google deine Kunden bringen soll. Baukastensysteme sind technisch oft schwach bei Core Web Vitals, Ladezeiten und Indexierung. Wer auf organischen Traffic angewiesen ist, braucht eine sauber entwickelte Website.

Was ich konkret berechne

WasPreisWofür
Basis-Website (4–6 Seiten)ab 1.500 €Next.js, individuelles Design, SEO-Grundlagen
Erweiterte Websiteab 3.000 €+ Blog, Referenzen-Sektion, animierte Elemente
Komplex / E-Commerceauf AnfrageShop-Integration, Buchungssystem, Custom-Funktionen
Laufende Betreuungab 149 € / MonatUpdates, Hosting, Anpassungen

Diese Zahlen gelten ohne Texte. Wenn du willst, dass ich auch die Texte übernehme — das ist möglich, kostet aber extra und lohnt sich: Schlecht geschriebene Seiten konvertieren nicht, egal wie schön das Design ist.

Fazit: Was du wirklich fragen solltest

Nicht: Was kostet eine Website? Sondern: Was soll die Website bringen? Anfragen? Online-Verkäufe? Vertrauen aufbauen? Wer das klar hat, kann einschätzen, ob 1.500 € oder 5.000 € die richtige Investition ist. Und beides kann richtig sein.

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